17.01.2007 19:05
Haben Sie sich schon mal gefragt, ob Sie gerade ein Teil der Zielgruppe sind, die da gerade mit geradezu skurilen Werbung angesprochen wird?
Es spielen: Ein merkwürdiges Teil, das aussieht, wie eine Zahnbürste ohne Borsten oder ein Kugelschreiber ohne Miene (dafür aber mit Digitalanzeige). Nenne es im folgenden einfach "Ding".
Ding: Tritt auf… also eigentlich schwebt es von rechts schwerelos im All ins Bild.
Aus dem Off: "die größte Innovation auf die ein Urinstrahl treffen kann"
Urinstrahl: plätschert auf das Ding.
Ding: Zeigt "schwanger" an.
Aus dem Off: bla bla
Vorhang.
Vorher kam noch eine Kondomwerbung, die mich auch schon irritiert hat (dazu später mehr). Aber bei dieser Werbung würde mich wirklich mal interessieren, wer sich da angesprochen fühlt.
Der Mann, der mit seinem "Urinstrahl" feststellt, das er immernoch nicht schwanger ist? Die Frau, der diese Schwangerschaftstest mit dem Farbausschlag zu kompliziert sind? Der Mann, der seine Frau immer wieder dazu nötigt den Test zu machen, weil er jedes technische Spielzeug faszinierend findet?
Vielleicht wird es verstärkt von Männern gekauft, die erforschen wollen, was man damit noch so alles machen kann. Mir fallen da spontan Lichtschalter und Türöffner ein.
Tipp: Männer können in diesem Fall vermutlich besser zielen.
Wenn Sie das nächste mal gegen einen Baum pinkeln, überlegen Sie sich mal, was für innovative Geräte Sie damit hätten bedienen können.
Kategorie:
Marketing,
14.01.2007 00:06
So. Jetzt habe ich endlich die erste Etappe fertiggestellt. Viel Spass beim Lesen. Ich hoffe, die Bilder bringen etwas von der Stimmung rüber.

Etappe Logrono – Ventosa
Kategorie:
Reisen,
13.01.2007 10:53
Ich habe eigentlich eher durch Zufall ein schön einfaches Plugin für WordPress gefunden, mit dem man gut per Email bloggen kann. Die Installation ist einfach. Man muss keine Dateien verändern, geht also nicht das Risiko ein, dass man sich irgendwas kaputt macht.
Komisch ist dabei eigentlich, dass ich dafür recht lange suchen musste. Nunja.. jetzt klappt es.
Kategorie:
Web,
12.01.2007 14:56
Zitat von Robert Anton Wilson. Und wieder ist ein großer Denker von uns gegangen (siehe heise.de)
Kategorie:
Zitate,
12.01.2007 14:36
Auf meinen Beitrag "Ist Gott ein Arschloch?" bekam ich einen Kommentar, der folgende Zeile enthielt:
Jederm Menschen wurde der freie Wille gegeben, du kannst dich für oder gegen Gott entscheiden…
Das erinnerte mich daran, das Scott Adams das Thema bereits sehr kontrovers in seinem Blog diskutiert hat. Ein Zitat von Ihm:
Free will is an illusion. People always choose the perceived path of greatest pleasure.
Er beruft sich auf Experimente, die gezeigt haben, dass die entsprechende Hirnregion erst nach der Aktion Aktivitäten aufgewiesen hat. Er beschrieb das so, dass das Gehirn die Aktion für sich realisiert hat und der Mensch annimmt, das die Aktion von ihm bewust gesteuert wurde. Leider habe ich den Link auf die Quelle für die Experimente nicht gefunden (bin dankbar für jeden Hinweis). Ansonsten dient sich Scott Adams auch als Diskussionspartner rund um solche Themen an. Und wer es noch nicht kennt, sollte sich mal www.dilbert.com ansehen.
Update:
Ich habe einen längeren Artikel zur "Bewusten Entscheidung" gefunden, der das Thema sehr schön aufarbeitet:
Kategorie:
Das Leben,
Zitate,
11.01.2007 07:45
Ich sitze in der Stadtbibliothek. Plötzlich ertönt ein Gong, wie ihn ein Theater gut gebrauchen könnte.
Dann eine Durchsage:
Den Lesesaal besetzen!
Offensichtlich war ich aber nicht der einzige, der der Aufforderung nicht mit Säbelrasseln und lautem Geschrei gefolgt ist.
Kategorie:
Wahnsinn,
10.01.2007 08:48
Die Programmvorschau kündigte gerade die „Die 10 bekanntesten Castingstars Show“ (oder irgendsowas) an. Gibt es denn nur noch die 10/100 irgendwas blabla? Sind wir irgendwann durch?
So langsam bekomme ich das Gefühl, dass ich das Fernsehen zukünftig nur noch auf folgendes Programm reduziert:
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0:00 – 6:00 – verschiedene, teilweise interessante Sendungen, die am besten bei HBO eingekauft werden. Vermutlich wundert man sich über die schlechte Einschaltquote und wundert sich, warum sowas wie „Six Feet Under“ Preise gewonnen hat
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6:00 – 18:00 – eine Mischung aus „Verliebt in Castrop-Rauxel“ und „Ich verklag Dich“. Dirty-Talk-Shows mit Themen wie „Wer mit wem, wann und warum?“ oder „ich bin so blöd und geh ins Fernsehen“.
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18:00 – 20:15 – Ein bisschen Simpsons, ein wenig in der Hülle einer Nachrichtensendung verpackte Desinformation, Panikmache und Zeitverschwendung. Dem Zuschauer erstmal so richtig eine reindrücken, dass er froh ist, wenn er es ins Hauptprogramm geschaft hat und sich von einem mittelmäßigen Angebot berieseln lassen kann.
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20:15 – 0:00 – der Tag ist fast geschafft. Erstmal ein paar Verbrecher jagen, klever sein, jeden und alles verdächtigen. Die Menschheit ist böse, jeder ist ein Killer. Nur ab und zu ein Lichtblick, der wirkt, als ob jemand bei der Programmauswahl aus versehen mal nicht in die Müllkiste gegriffen hat.
Doch dann: Eine deutsche Serie mit eindeutig amerikanischem Vorbild. Man merkt es schnell. Die Themen kommen einem bekannt vor (hat jemand sich mal die deutsche Version von Monk angesehen?). Die Umsetzung glänzt durch merkwürdige Special Effekts. Alles wirkt wie eine Studioaufnahme. Kalt, ohne jede Atmosphäre.
Zum Abschluss noch irgendeine Wiederholung von irgendwas, was evtl. sogar mal über dem Durchschnitt des Tages liegt oder etwas so schlechtes, dass es vermutlich sowohl im Kino (wenn überhaupt) als auch auf Video/DVD gefloppt ist. Klappe drauf, zunageln, Tag beerdigen, fertig.
Das Leben zieht ins Fernsehen ein. Es geht einem besser, wenn man sehen kann, wieviel schlechter es anderen geht. Wenn man dann noch in „Verloren in Berlin“ mitträumen darf, dann hat man eigentlich alles was man braucht. Es fehlt nur noch die Lebensmittelflatrate und ein bequemer Fernsehsessel. Rundumversorgung den ganzen Tag.
Zieh den Stecker raus… die Matrix ist überall. Und wenn Du dann aufwachst und feststellst:
Die Welt ist scheiße.
Dann sag ich nur:
Ne. Du stehts nur gerade in einem großen Haufen. Mach den ersten Schritt und nimm besser ein Buch.
Kategorie:
Nahsehen,
10.01.2007 08:25
Nach einigen leidvollen Erfahrungen mit modembasierten Internetzugängen musste ich feststellen, daß sich in den Zeit, seit dem ich mich per DSL im Internet bewege, im Internet-by-Call Bereich so gut wie garnichts bewegt hat. Man muss immernoch irgendein LeastCostRouter runterladen und sitzt dann vor Tarifen, die zum Großteil darauf ausgerichtet sind, „ausversehen“ ab und zu etwas mehr zu kosten.
Irgendwie kamen wir bei diesem Thema auch auf den Strommarkt zu sprechen. Die Frage, die sich förmlich aufdrängt:
Warum gibt es noch kein Strom by Call.
Da beim Wechsel zu einem Stromanbieter weder neue Leitungen gezogen werden noch Strom in Säcken angeliefert werden muss, sollte sich der Aufwand arg in Grenzen halten.
Immerhin ist der Wechsel eines Stromlieferanten nicht so riskant wie der Wechsel des DSL-Anbieters. Wochenlang keinen Strom würde wohl niemanden zum Wechsel motivieren.
Kategorie:
Marketing,
05.01.2007 09:04
Bevor ich „Die Entscheidung liegt bei Dir!“ gelesen habe, habe ich das Buch „Mythos Motivation“ gelesen. Das betraf mich zwar nicht direkt, war aber eine interessante Einsicht in das Thema „Motivation“ und warum nur Eigenmotivation wirklich funktionieren kann.

Es ist recht leichtgängig zu lesen und bietet eine interessante Palette an Zusammenhängen. Wenn man immer schon das Gefühl hatte, dass man die Freude an der Arbeit eher aus sich selbst heraus entfacht, dann ist dieses Buch ein Erkenntnisgewinn. Es kann dann auch dazu beitragen, schädliche Motivationsversuche zu erkennen und sich dadurch nicht demotivieren zu lassen.
Kategorie:
Buchtipps,
05.01.2007 08:51
Ich habe vor einiger Zeit das Buch: „Die Entscheidung liegt bei Dir!“ gelesen. Die Grundaussage ist einfach die nicht unbedingt als neu anzusehende Erkenntnis: Love it, change it or leave it. Das Buch erweitert diese Aussage auch nicht, sondern stellt in verschiedenen Betrachtungswinkeln dar, wie diese einfache Regel immer wieder zur Anwendung kommen muss. Aus einem Schicksalsschaf wird jemand, der aktiv an Entscheidungsprozessen teilnimmt. Passive Unzufriedenheit wird durch Eigeninitiative ersetzt.
An manchen Stellen hat man zwar das Gefühl, dass sich das Buch gerade wiederholt. Allerdings ist das auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Kernaussage ja immernoch auf diesen kurzen Satz reduziert werden kann. An diesen Stellen sollte man vielleicht etwas überfliegen, aber nicht aufgeben. Durch die unterschiedlichen Beispiele, wird das Problem in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen dargestellt.
Also entweder verinnerlicht man den Satz: „Change it, love it or leave it“, oder man sollte vielleicht wirklich dieses Buch lesen. Mir persönlich haben die Erkenntnisse in den letzten 2 Jahren enorm geholfen.
Kategorie:
Buchtipps,