15.03.2007 19:08
Ich hatte ja bereits über die Bahn-Taschenlampe geschrieben. Gerade eben habe ich eine aus der Nähe betrachten dürfen.
Es ist tatsächlich eine ganz normale Taschenlampe mit Glühlämpchen und normaler Batterie. Die Konstruktion der Kontakte ist so einfach wie anfällig, was mit einem Streifen Pappe behoben wird.
Erstaunlich, das die Tickets am Schalter nicht an der Schreibmaschine erstellt werden. Aber vermutlich ist das nicht der älteste Gegenstand, der bei der Bahn benutzt wird.
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Wahnsinn,
15.03.2007 17:34
Immer wieder macht die Bahn mein Leben farbiger. Gerade kam die durchsage, das gerade "ein Personalwechsel" statt gefunden hat, und das "ich jetzt ihre Zugchefin bin". Von der Stimme her hätte ich in jedem Fall auf einen Mann getippt.
Dann wurden wir auch noch ins Bordrestaurant zum "Mittag, ..ähm zum Abendbrot" eingeladen. Da ist wohl jemand nicht aufmerksam.
Ich stelle mir gerade vor, wie man im Bistro an einem langen Tisch wie bei einer Patchwork-Familie das Abendbrot reinmampft.
Und gerade eben kam der Hinweis, dass "die Reisenden in der ersten Klasse im Wagen 22 von Frau … und im Wagen 32 von Frau … bedient werden." Ich stelle mir da gerade vor, dass sich kein Reisender traut, die beiden anzusprechen, weil die beiden die Namensschilder vergessen haben und man die Namen ja nicht weiß. Zum Glück kam ja dann die Durchsage.
Das wird bestimmt noch lustig. Der neben mir telefoniert gerade mit Alice, dass er Montag für den Techniker leider nicht den ganzen Tag daheim sein kann und der Termin doch recht kurzfristig (Donnerstag) bei Ihm eingegangen sei. Wer DSL möchte, muss leiden können.
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Das Leben,
15.03.2007 08:18
Gerade eben wieder! Irgendwie passiert mir das sehr oft. Ich werde nach dem Weg gefragt oder mit welcher Bahn, welchem Bus oder welcher S-Bahn man fahren muss.
Das Problem daran ist aber, dass ich meistens überhaupt nicht in der entsprechenden Stadt wohne und mich dementsprechend schlecht auskenne.
Ich schaffe es zwar meist mit den ganzen Infos, die ein Stadtplan hergibt oder eine S-Bahn-Karte offenbart eine halbwegs brauchbare Info zu geben. Das können die Fragesteller ja aber nicht wissen.
Strahle ich soviel Kompetenz aus, dass ich alles überstrahle? Vielleicht sollte ich Geld dafür nehmen.
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Wahnsinn,
15.03.2007 05:21
Heute bin ich früh dran. Weil ich mit dem Bus gefahren bin, stehe ich hier schon 15 Minuten vor der Abfahrt am Bahnsteig rum.
Es ertönt eine Durchsage: "Der Zug nach Stettin fährt heute am Gleis fünf ab."
Es vergeht keine halbe Minute.
"Der Zug nach Stettin fährt heute 6:01 ab Gleis FÜNF. Auf dem Gleis fünf erhält Einfahrt der Zug aus Hamburg zur Weiterfahrt nach Kiel. Danach erhält der Zug nach Stettin Einfahrt auf Gleis FÜÜNF"
Pause von wenigen Sekunden.
"Ein Hinweis: Der Zug nach Stettin fährt heute von Gleis FFÜÜNF ab. Am Gleis 6 steht der Zug nach Lübeck Travemünde. Der Zug nach Stettin fährt heute aber am Gleis fünf ab."
Lautsprecherdurchsage am anderen Bahnsteig: "Der Zug nach Stettin fährt heut am Gleis fünft ab. Zuerst erhält der Zug von Hamburg Einfahrt, dann wird der Zug nach Stettin am selben Bahnsteig bereitgestellt."
Lautsprecherdurchsage wieder an meinem Bahnsteig: "Am Gleis 6, der Zug nach Stettin … fährt heute am Gleis FFÜÜÜNF ab"
"Wichtiger Hinweis für Gleis 6 …"
Ähm, ja, das ging von 5:47 bis 6:00 so. Dabei bestand zwischen den Ansagen nicht viel Zeit, eigentlich nur zum Luftholen. Dabei wurde jedesmal die Durchsage an sich und die fünf im Besonderen betont. Zum Schluss wurde da fast durch den Lautsprecher gebrüllt.
Ja, ich habe nach versteckten Kameras gesucht, aber vermutlich waren die im Büro der Bahnhofsdurchsage. So energisch am frühen Morgen… muss wohl ne sehr spezielle Kaffeesorte sein.
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Reisen,
Wahnsinn,
14.03.2007 17:18
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Bookmarks,
13.03.2007 18:31
Gerade fällt mir auf, das im Bus (und das betrifft vermutlich alle, weil mir keine Gegenbeispiele einfallen) nicht "Bus hält" steht, wenn man den Haltewunsch betätigt. Da steht: "Wagen hält".
In dem Fall kommt es vermutlich nicht mal aus dem Englischen, denn da heißt es ja "Bus Stop". Merkwürdig. Vielleicht kommt es ja noch aus der Zeit, wo man per Kutsche unterwegs war. Ich dachte allerdings, das man ab und zu solche Bezeichnungen den aktuellen Umständen anpasst, so wenigstens alle 50 Jahre mal wieder.
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Wahnsinn,
13.03.2007 17:23
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12.03.2007 16:09
Ich fahre Bahn. Schon seit langer Zeit, oft, gern und gerade eben. Man bekommt so einiges mit und sieht, wie sich die Bahn verändert.
Seit einiger Zeit werden die Online-Tickets gescannt und man kann mit Kreditkarte zahlen. WLAN in Bahnhöfen begegnet man auch zunehmend und man kann sich sein Ticket aufs Handy schicken lassen. Alles sehr interessante Entwicklungen, alles recht neu und modern.
Doch dann erblickt man hier und da aus Zufall so ein merkwürdiges Teil, was wie eine Taschenlampe aussieht. Mann erinnert sich an Kindertage, wo auch ich eine Taschenlampe hatte, bei der man 3 verschiedene Farbfolien mit einem Schieber vor die Lampe brachte.
Genau so ein Teil hat die Schaffnerin da in der Hand. Und es sieht auch so aus, als ob sich da seit Jahrzehnten nichts geändert hat. Keine LED's, olle Batterien und die selben Farbfolien mit Schiebemechanismus.
Wird diese Taschenlampe über Generationen vererbt? Ist es die gute, alte Wertarbeit, die diese Lampe am Leben hält? Gibt es das Teil noch zu kaufen und hat man eine Garantie auf Lebenszeit?
Es kommt mir so vor, als ob für diese Teil die Entwicklung eingefroren wurde. Da kann man von Glück reden, das beim Errechnen des Ticketpreises nicht noch ein Rechenschieber bemüht wird.
Wie auch immer diese Lampe in bahninternen Kreisen genannt wird, es wird Zeit für eine Version 2.0.
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Wahnsinn,
11.03.2007 17:20
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11.03.2007 15:55
Im Zeitschriftenladen im Bahnhof liegen ja üblicherweise auch Sudoku-Heftchen aus. Ich kann zwar sowieso nicht nachvollziehen, wie man mehr als ein paar Stück davon ausfüllt und der Anreiz bestand recht schnell nur noch darin, die eigene Geschwindigkeit zu steigern.
Doch im Buchladen lagen dann tatsächlich verschiedene Sudoku-Bücher vom selben Anbieter aus. Die Bücher unterschieden sich in Sudoku grün, gelb und rot – vermutlich ein Schwierigkeitsgrad bezeichnend.
Frage: Hat sich da jemand hingesetzt und sich die Sudokuvarianten angesehen und sortiert? Wenn jemand ein Buch herausbringt, das folgenden Titel trägt: "Sudoku selbst gemacht", dann hat diese Buch nur eine Seite, denn das "Herstellen" einer Variante ist ein sowas von einfacher und automatisierbarer Prozess, das man beim Programmieren vermutlich einschläft.
Doch dann lag neben den 3 Büchern noch ein viertes mit dem Titel: "Sudoku – Best of Sudoku".
…
Ich bin sprachlos. Wer kann denn sooooooooo blöd sein, und sich dieses Buch kaufen?
Wie bekomme ich einen Verkaufsschlager hin? Ich erschaffe ein Produkt, was den Menschen das Gefühl gibt, sie lösen da gerade ein schwieriges Problem, obwohl das Problem geradezu trivial und somit für fast jeden lösbar ist. Neben Sudoku fällt mir spontan noch ein anderes Produkt ein, was in diese Kategorie fällt: das Tamagotchi. Achja.. noch eins: Fernsehratespiele.
Gib den Menschen das Gefühl, das sie etwas können und die geben Dir dafür liebend gern Geld. Ist der Mensch nun sehr eitel oder einfach nur dumm?
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