Die Welt ist ein Dorf, sogar ein besonders kleines.

08.02.2007 16:39

Es gibt verrückte Zufälle.

Ich bin mal einer ehemaligen Kommilitonin in Berlin Ostbahnhof begegnet. Interessant daran: Ich habe auf der Durchreise meine Frau dort zum Zug gebracht. Ich bin an diesem Tag nur durch Berlin durchgefahren. Die Kommilitonin wartete zu diesem Zeitpunkt auf ihren Zug, der 10 Minuten nach Abfahrt meiner Frau auch abgefahren ist. Das Zeitfenster war also wirklich recht knapp.

Eine andere Geschichte war die Begegnung mit einem Kommilitonen auf dem Hauptbahnhof in Stuttgart. Ich bin unplanmäßig von Oberndorf am Nekar in Richtung Norden gefahren. Ich musste in Stuttgart umsteigen. Als ich auf dem Bahnsteig langlief, fiel mir son Typ ein paar Meter vor mir irgendwie auf. Ich war mir zwar nicht sicher, ob er es ist (nur von hinten, nur der Gang und ewig nicht gesehen), aber als auf die Frage: "Hast Du mal in Halle studiert." ein "Ja, und Du bist der Mosmann." kam, klärte sich das dann recht schnell.  Wir haben dann bis zur Abfahrt meines Zuges gequatscht. Interessanterweise hatte er ein Problem mit C++, bei dem ich ihm (hoffe ich) sogar helfen konnte. 🙂

Nicht ganz so spektakulär habe ich wieder Kontak zu einem Professor bekommen. Was schon damals interessant war, ist auch heute wieder interessant: die Themen, die ihn beschäftigen. Interessant sind auch die Reiseberichte. Aber was sag ich.. einfach mal stöbern.

www.storyal.de

 

links for 2007-02-06

06.02.2007 17:30

Alles halb so wild, oder?

06.02.2007 09:27

Auf der Seite Augs.blog habe ich einen Link auf eine gut gemachte Zusammenfassung zum Thema Überwachung gefunden. Es ist ein kleiner interaktiver Film, der anhand eines Tages im Leben einer fiktiven Figur Paul die Überwachungsmöglichkeiten aufzeigt.

Wenn Sie der Meinung sind, dass ja alles halb so wild ist und das mit der Überwachung ein Thema ist, bei dem gern übertrieben wird, dann schauen Sie sich diese Seite einfach mal an. Danach können wir gerne drüber diskutieren.

Hier gehts zum Film, denn Sie haben ja nichts zu verbergen 🙂

links for 2007-02-05

05.02.2007 17:31

Ich habe keine Angst vor Terroristen!

05.02.2007 17:22

Ich habe vielmehr davor Angst, dass mit dem Totschlagargument "internationaler Terrorismus" jede sachliche Diskussion um die Freiheit jedes einzelnen derart plattgeklopft wird, dass wir nunmehr nicht mehr darum feilschen, ob Terrorismus wirklich eine Gefahr darstellt, sondern welche persönlichen Informationen nicht dem Staat ausgeliefert werden sollen. Und "ausgeliefert" passt dadurchaus auch noch in einer zweiten Hinsicht.

Doch worum geht es eigentlich? Dazu sei jedem der Artikel auf heise.de angeraten.

Mich beschleicht beim Lesen des Artikels zunehmend das Gefühl, dass es eine große Interessengruppe gibt, die alles, was möglich ist, überwachen möchte. Nun kann man argumentieren, dass das ja alles durchaus berechtigt ist. Und wer nichts zu verbergen hat (Totschlagargument), der hat auch nichts zu befürchten.

Auf der anderen Seite der Leitung sitzen dummerweise auch nur Menschen. Der Mißbrauch war in der Vergangenheit z.B. dadurch eingeschränkt, dass es zum Teil nur sehr wenige Daten gab und diese dann auch nicht in einem System vorrätig waren.

Was garantiert mir denn die zweckgerichtete Verwendung meiner Daten? Wer kontrolliert die Kontrolleure? Wie wird Mißbrauch verhindert? – Nichs und niemand. Wir klären erstmal, dass wir alle Daten haben möchten ohne zu definieren, wie der Zugriff erfolgt. Das an sich würde ja erstmal nur zu minder schweren Kopfschmerzen führen, wenn nicht schon im Vorfeld so treffende, scharf abgegrenzte Argumente wie "internationaler Terrorismus" und "das Internet als Universität für Terroristen" gefallen wären.

Zitat: Zu den weiteren dringlichen Punkten zählte Freiberg "die Beseitigung der Behinderungen für eine effektive Bekämpfung des internationalen Terrorismus durch das bestehende Datenschutzrecht".

Sollten die Alarmglocken nicht schrill klingeln, wenn der Datenschutz (der schützt den Bürger) der Bekämpfung des internationalen Terrorismus im Weg steht? Wer annimmt, dass sich ein Terrorist nicht auf die geänderte Situation einstellen wird, der ist reichlich naiv. Das was dann unterm Strich übrig bleibt ist ein massiver Einschnitt in die Freiheit jedes einzelnen. Und dieser Schritt wird nicht zurückgenommen, denn was einmal vorhanden ist, wird nie wieder abgeschaft.

Bedrohlich daran ist die Grundeinstellung einiger Personen zu elementaren Dingen wie der Freiheit. Dazu ein Auszug aus einer anderen Meldung auf heise.de:  

Schäuble betonte bei der lebhaften 2. und 3. Lesung der Gesetzesentwürfe, dass "der Staat die Aufgabe hat, seine Bürger zu schützen" und dies mit besseren Möglichkeiten zur Prävention mache. Dies sei "konstitutiv für das Abendland". Der freiheitliche Rechtsstaat müsse in der Lage sein, seinen Bürgern Sicherheit zu gewährleisten, "sonst würde am Ende die Freiheit gefährdet". Der Innenminister kehrte damit eine oft Benjamin Franklin, einem der Gründerväter der USA, zugeschriebene und nach dem 11. September 2001 oft zitierte Weisheit um: "Diejenigen, die ihre Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgeben, werden am Ende keines von beiden haben – und verdienen es auch nicht."

Mir läuft es kalt den Rücken runter, wenn ich Hr. Schäuble so reden höre. Nicht das wir uns hier falsch verstehen. Die Aussage von Hr. Schäuble ist eine grundlegend andere, als die von Benjamin Franklin. Denn die Freiheit ist dann längst schon nicht mehr da, die wurde abgeschafft. Dann ist sie natürlich auch nicht mehr gefärdet.

Ich habe Angst vor Leuten, die auf Terrorismus mit Überwachung antworten. Denn das ist mit Sicherheit die falsche Antwort. Ich empfehle jedem 1984 von Orwell. Wenn ihnen das bekannt vorkommt, dann sag ich nur: "Nur noch ein bischen. Gleich sind wir da."

 

Deferred Programming – verspätete Erkenntnis als Konzept

02.02.2007 09:01

In der Floskel "Manche Probleme lösen sich von selbst." steckt ein wahrer Kern. Ich glaube, diese Feststellung durfte jeder von uns schon einmal machen. Allerdings beschreibt dieser Satz nur eine passive Seite.

Die folgende Situationen dürfte jedem, der sich mit Softwareentwicklung beschäftigt, durchaus bekannt vorkommen.

  • Man hat ein Problem und schlägt sich schon mehrerer Stunden damit herum, ohne auf eine Lösung zu kommen. Man ist sich sicher, dass es eine Lösung gibt, aber irgendwie funktioniert es vielleicht nicht so, wie man das erwartet.
  • Man setzt irgendwas um. Am nächsten Tag fragt man sich, was man da eigentlich gemacht hat und warum das so kompliziert geworden ist. Man macht dann gleich mal ein Refactoring.
  • Man hat ein Problem und hat dazu gleich eine Reihe von Lösungen, die aber irgendwie nicht den Kern des Problems treffen.

In solchen Fällen hat mir geholfen, dass ich das Problem zu diesem Zeitpunkt einfach ungelöst weggelegt habe. Ich habe mich nicht mehr aktiv damit beschäftigt. Ja, ich habe nicht mal mehr darüber nachgedacht.

Ich konnte dann aber sehr häufig feststellen, dass mir für die meisten Probleme innerhalb von 24 Stunden eine recht gute Lösung eingefallen ist. Dabei habe ich, wie ich bereits beschrieben habe, nicht aktiv drüber nachgedacht. Ich vermute mal, dass man zumindest als Mann dann dabei auch mal die andere Hirnhälfte benutzt (ist für Frauen vermutlich überhaupt nicht geeignet (was zu prüfen wäre)).

Dabei kann ich folgende Vorteile feststellen:

  • Man hat weniger Kopfschmerzen, weil man sich weniger stark in ein Problem verbeißt (wenn man rechtzeitig diese Methode anwendet)
  • Man hat mehr Zeit um einfachere Probleme zu lösen. Man kann besser parallelisieren.
  • Die Lösungen sind im Schnitt besser und man spart effektiv Zeit, weil man meist eine Implementierung weniger umsetzen muss.
  • Man denkt doppelt so schnell (wenn das mit der Hirnhälfte stimmt) 🙂

Es gibt auch Nachteile:

  • Ich wüsste nicht wie man das erlernen kann. Man kann es nur ausprobieren und testen, ob der Effekt bei einem auftritt.
  • Wenn man leider keine 24 Stunden Zeit hat, ist das evtl. keine Option.

Ich vermute, dass sich dieses Konzept auch auf andere Bereiche übertragen lässt, denn es gibt eigentlich keine Abhängigkeit in Richtung Softwareentwicklung. Insofern bin ich gespannt darauf, ob jemand ähnliche Beobachtungen gemacht hat und ob die in anderen Bereichen angesiedelt waren.

Ansonsten: Ausprobieren. Und liebend gerne die eigenen Erfahrungen schildern.

 

 

 

Grafik Workshop

01.02.2007 09:35

Ich habe in den letzten Tagen mehrfach das Gefühl gehabt, dass es Sinn machen würde, für verschiedene Programme mal einen Workshop zu machen. Da ich hauptsächlich Linux benutze (was aber bei den meisten Programmen kein Problem darstellt (z.B. Gimp gibt es auch für Windows)), werde ich das Thema auch einer dazu passenden Seite angehen.

Wer also Interesse an einem solchen Workshop hat, kann sich (zumindest online) daran beteiligen.

Dabei sollte nicht abschrecken, dass sich die Seite mit Linux in Lübeck beschäftigt. Nur Mut. Es kann ja eigentlich nichts passieren:)

Workshopthema auf Linux-Luebeck.de

 

Kriminalstatistik Politik

31.01.2007 09:25

Am 26.01.2007 war auf heise.de von einem Mitglied der JU zu lesen, der mit den Adressdaten der politischen Gegner bei e-bay Konten eröffnet hat und diese dann mißbraucht hat, um den entsprechenden Personen gezielt zu schaden.  Dummerweise war er nicht besonders schlau. Er hat sich ja irgendwie erwischen lassen.

Schlechte Menschen gibt es überall. Aber um anderen Menschen absichtlich (vorsätzlich nennt sich das glaub ich) zu schaden, zeugt in meinen Augen dann schon von recht hoher krimineller Energie. Ich weiß ja nicht, was man in der JU alles so werden kann. Aber IMHO kann es nicht besonders viel sein. Und wenn es dann im Hirn von jemanden schon wegen ein klein wenig mehr Macht zu einem derartigen Amoklauf kommt, dann frage ich mich ernsthaft, ob das Risiko das geschicktere Kriminelle in wichtige politische Positionen kommen können nicht zu groß ist.

Ich unterschätze wohl regelmäßig den Motivationsmoment Macht. Das die Aussicht auf Geld/mehr Geld kriminelle Energie anzieht, ist ja unbestritten. Aber scheinbar bedeutet Macht (und wenn sie noch so klein ist) für einige Menschen viel mehr als Geld.

Bedeutet dass alles nicht in der logischen Konsequenz, dass der Anteil von kriminellen Elementen in der Politik ähnlich hoch ist wie z.B. im Drogenmilieu? Es ist doch unwahrscheinlich, dass sich jemand, der seine Motivation aus seinen persönlichen Idealen bezieht auch nur ansatzfähig konkurrenzfähig ist und sich nicht gegen jemanden durchsetzen kann, der so machtgierig ist, wie z.B. dieses Mitglied der JU.

Last uns die Quote senken. Selbst denken und vor allem handeln ist angesagt.

Pilgern auf dem Jakobsweg – von Ventosa nach Cirinuela

28.01.2007 20:38

Ok. Es ist geschafft. War so schwierig zu schreiben wie zulaufen. Da werden Erinnerungen wach, die man so irgendwie nicht vermisst hat. Auch wenn man immer sagt, dass man das schlimme aus der Erinnerung verbannt, so gibt es doch Sachen, die werde ich wohl kaum vergessen.

Ich wünsche viel  Spaß beim Lesen: Ventosa – Najera – Cirinuela

 

Pilgern auf dem Jakobsweg – von Ventosa nach Cirinuela

28.01.2007 16:22

Und es ist wieder ein Stück vollbracht. Allerdings nicht vollständig. Ich glaube auch nicht, dass ich schneller beim Schreiben als jemand beim Lesen ist, aber es ist trotzdem erstmal ein weiteres Stückchen. Also viel Spaß. 

Najera - Talblick

Ventosa nach Cirinuela

 


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