Kreativitätsfreies Fernsehen

22.05.2007 06:36

War früher alles besser? Ganz sicher nicht. Man musste noch zum Fernseher laufen, um das Programm zu wechseln. Aber zum Glück gibt es ja die Fernbedienung.

Zum Glück? Manchmal trifft das nicht ganz zu. Wenn man z.B. beim Umschalten für einen kurzen Moment ganz grauenhafte Sendungen sehen muss.

Die Grauenhaftigkeit liegt zwar im Auge des Betrachters, aber manchmal habe ich das Gefühl, das es bei fast jedem Betrachter so sein muss. Wie z.B. gesten Abend: beim Umschalten auf SuperRTL landete ich bei einer Sendung, die sich "Dieter Bohlen – meine Lieder" nannte.

Nun ist mir ja relativ egal, was Herr Bohlen so macht oder nicht macht. Es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn er es immer wieder schafft, erfolgreich zu sein. Aber was sollte mir diese Sendung sagen? Wird Dieter demnächst das Zeitliche segnen, das man noch schnell zu Lebzeiten eine Sendung über ihn macht um ihn für sein Lebenswerk zu ehren? Würde man für den Fall dann nicht lieber einen Moderator suchen, der vielleicht nicht ganz so aufgeregt und niederkniend ein vielleicht glaubwürdigeres Interview durchführen kann? Ist diese Sendung nur eine Spezialsendung zum Thema Peinlichkeiten auf Video und passt somit in das Serienkonzept, wofür der Moderator sonst seine Erscheinung zur Verfügung stellt?

Sehr gemischt Signale kommen da bei mir an. Ich kann mir nicht recht vorstellen, das das so gewollt ist. Vermutlich ist das einfach noch das beste Ergebnis aus dem letzten Brainstorming. Und mit den Worten "besser als garnichts" ging es dann auf Sendung.

links for 2007-05-21

21.05.2007 18:25

Ignoranz als Motivationhilfe

21.05.2007 16:59

Wenn man morgens schon wüsste, was der Tag für einen bereithält, würde man manchmal garnicht erst aufstehen. Insofern kann die Gabe des Hellsehens auch nur als Fluch verstanden werden.

Wenn man aber nun in der misslichen Lage ist, das man weiß was der Tag für einen bereithält, dann kann es helfen, in dem man es verdrängt. Das löst gleich zwei Probleme:
– man kann sich darauf konzentrieren, was man gerade bewältigen muss.
– man fängt erstmal mit dem kleineren Übel an.

Wie ist man einen Elefanten? In Stücken.

links for 2007-05-18

18.05.2007 18:18

links for 2007-05-17

17.05.2007 18:20

links for 2007-05-15

15.05.2007 18:19

Ich nehm die Musik mit ins Grab

15.05.2007 16:06

Wie ich bei golem lesen durfte, arbeitet die Musikindustrie weiter an einem fairen, verbraucherfreundlichen Preismodell. Und weil wir alle schon drauf gewartet haben, dass auch die Lieder von Udo Jürgens bis weit nach seinem Tod geschützt sein sollten, können wir uns jetzt beruhigt zurücklehnen. Denn unsere Kanzlerin wird alles Menschenmögliche veranlassen, damit die hohe Qualität an Kulturgütern nicht nach der unsinnig kurzen Zeitspanne von nur 50 Jahren vollkommen ungeschützt und ohne jeden Mehrwert durch die breite Nutzung in der Öffentlichkeit zu Schaden kommt.

"Immer mehr Künstler müssen die bittere Erfahrung machen, dass ihre frühen Aufnahmen und ihr geistiges Eigentum ohne ihr Wissen, ihren Einfluss und ohne eine Entschädigung veröffentlicht und kommerziell ausgewertet werden."

Stimmt. Wenn man also mit sagen wir mal 15 die ersten eigenen Werke an den Mann gebracht hat, dann endet die Schutzfrist tatsächlich bereits mit 65. Und mit 66 Jahren .. nunja.. da braucht man vermutlich recht viel Geld. Hätte man vielleicht etwas früher dran denken sollen, aber egal.. wer will noch Nachschlag?

Wer sich bisher schon gefreut hat, für den habe ich noch einen Bonus. Zukünftig wird es viel einfacher, von seinem DSL Vertrag zurückzutreten. Man läd einfach eine urheberrechtlich geschützte Datei irgendwo hoch und schon kündigt die Musikindustrie einem den Vertrag beim eigenen Provider. Einfacher geht es kaum. Ich hoffe nur, diese Dienstleistung wird dann auch für andere Problembereiche angeboten (Handy, Wohnung, Krankenkasse).

Die Rechte an Etwas sollten wirklich frühestens mit dem Ableben erlöschen. Sonst müssen Künstler wie z.B. Paul McCartney,

"dessen Vermögen sich auf über eine Milliarde Euro beläuft,"

auf ihre alten Tage vielleicht noch am Hungertuch nagen. Diese Ansicht vertreten auch einige tote Künstler…

In einer Anzeigenkampagne, in der sogar längst verstorbene Musiker als Unterzeichner geführt wurden, forderte die Industrie Gerechtigkeit und "Fair Play for Musicians".

 .. und die müssten es ja eigentlich am besten wissen.

links for 2007-05-12

12.05.2007 18:24

links for 2007-05-11

11.05.2007 18:22

Männerhandtaschen

11.05.2007 16:32

Mich bezeichnet man seltener als konservativ. Aber immer, wenn ich einen Mann mit einer Herren- oder Männerhandtasche sehe, hab ich das Gefühl, das ich das bin.

Ich sag es ganz offen: Handtaschen sehen an Männern ganz furchtbar aus. Das haben wohl die meisten erkannt wählen daher absichtlich eine andere Größe. Aber das macht es wirklich nicht besser. Die Erscheinung pendelt dann zwischen Schlüsselbeutel oder unter den Arm gebundenes Furzkissen. Auch auf dem Rücken sieht es eher wie ne Geldbörse mit Tragegurt aus.

Daher folgende Empfehlung: Rucksack oder schwul werden. Dazwischen gibt es nichts.


Empfehlungen: handy taschen | Good Job - Bad Job