Monatsarchiv für August 2008


Fastfood macht dumm?

11.08.2008 13:37

Im „Subway“ steht eine Familie an, und bestellt für die etwas zu dicke kleine Tochter ein halbes Sandwich. Also eigentlich bestellt sich die kleine das Teil selbst und wählt:

  • Weizenbrot
  • und darauf zwei Scheiben Käse.

Nicht, dass ich es in Ordnung finde, wenn sich jemand nur ausreichend Essen bestellt. Aber sogar die Bedienung war irritiert und fragte mehrfach: „Und wirklich nichts anderes drauf? Salat? Tomate?…“. Der Vater aus dem Hintergrund: „Die ist da sehr eigen. Da hilft nichts.“

Nunja. Helfen würde schon, dass man die 3,60 Euro einfach nebenan beim Bäcker für das Brot und im Supermarkt für den Käse ausgegeben hätte. Und von dem gesparten Geld geht man dann schön Essen. Da hat jemand das Prinzip nicht verstanden. Bei einem „All-You-Can-Eat“-Buffet nur einen Salat zu nehmen, macht auch nicht weniger Sinn.

Interessanter dürfte daher folgendes sein:

  • a) Wieso wollte das kleine Mädchen das Angebot genau so? Möchte es abnehmen und ist deshalb nicht so viel? Möchte sie aber trotzdem bei Subway essen, weil da etwas mitschmeckt, was im Weizenbrot oder dem Käse so nicht enthalten ist – Markenbewußtsein beim Essen?
  • b) Wieso hat der Vater da nicht die Bremse gezogen?

Wie immer bereue ich es gerade, dass ich nicht nachgefragt habe.

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Bahntastisch – nichts für kühle Rechner

06.08.2008 10:36

Eigentlich ist es erstaunlich, was die Bahnaktion zumindest im Netz für ein Echo hervorgerufen hat (hier,hier und hier). Dabei geht es schlicht um Fahrkarten. Keine Sonderanfertigungen, nichts, was man nicht (sicher zu einem anderen Preis) auch sonst so bekommt. Interessant sind dann auch die Auktionen, die manchmal in den wirtschaftlich sinnlosen Bereich rutschen, weil da entweder jemand nicht rechnen kann oder die "Spielsucht" gesiegt hat.

Man darf sich aber als regelmäßiger Bahnfahrer jetzt schon darauf freuen, das die Bahn sich vielen neuen Kunden geöffnet hat, die (das ist zu vermuten) die nächste Freitags- oder Sonntagsfahrt mit den Bahnerfahrenen teilen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Bahn diese Mehrbelastung irgendwie kompensieren wird.

Kleiner Tipp für neue Bahnkunden: Freitag und Sonntag sind ganz ungeschickte Tage für eine größere Reise. Wenn man sich was gutes tun möchte, dann nimmt man andere

Das Dauer-Spezial der Bahn

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Bahntastisch – der Zeit vorraus

04.08.2008 16:19

… war ich zumindest mit dem Begriff, auch wenn das Thema meines Beitrages damals ein anderes war:) Aber jetzt hat die Bahn ein Spezialangebot, dass man zwar kritisch würdigen muss, weil vielleicht nicht für jeden alles günstig ist. Aber rechnen sollte man schon selbst.

 

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7 von 10 ist ein schlechter Schnitt

04.08.2008 13:36

Irgendwie finde ich es spannend, dass mir bei "Deutschlands wichtigster Web-Gründer" von den ersten 10 nur 7 bekannt sind (und es waren nicht die ersten 7). Ich bewege mich seit Jahren im Netz und üblicherweise schafft es ein relevantes Thema nicht an mir vorbei. Dazu ließt man einfach zu viel und ist entsprechend gut vernetzt. Aber wenn man dann in so einer Abstimmung von 3 Angeboten noch nichts gehört hat, kann das überraschen. An mir vorbei gegangen sind amiando, cellity und bigpoint.

Dabei ist am amiando auf den ersten Blick garnicht mal so schlecht (hab es nicht getestet).

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Lebensrisiko – warum ein Glaube Sinn macht

03.08.2008 12:09

Das mit dem Glauben ist so eine Sache. Wenn man so wie ich die Welt über die Naturwissenschaften erfahren hat, und dem Konzept von Urknall und Relativitätstheorie folgt, dann fällt es einem schwerer, sich einem Konzept der höheren Macht hinzugeben. Und der christliche Glaube in meinem Fall unterscheidet sich da ja nicht von anderen Religionen in Bezug an den Glauben einer oder mehrere höherer Mächte.

Scott Adams (Dilbert) hat in seinem Blog das Thema Win-Win-Situation in Bezug auf den Glauben sehr schön einfach dargestellt:

  • Du glaubst nicht und es gibt keine höhere Macht: nichts verloren
  • Du glaubst nicht und es gibt eine höhere Macht: bedeutet meist irgend ein Nachteil (z.B. Hölle), also verloren
  • Du glaubst und es gibt keine höhere Macht: nichts verloren
  • Du glaubst und es gibt eine höhere Macht: das ganze Angebot für den Gläubigen steht Dir offen, also eindeutig gewonnen

Wer glaubt, kann nur gewinnen, wer nicht glaubt nur verlieren. Im Zweifel hat man weder Vorteil noch Nachteil davon.

Doch welche Auswirkungen hat das auf unser Leben? In den meisten Religionen kann man aus dem aktuellen Leben nichts mit hinüber nehmen (Buddhismus und Hinduismus mal ausgenommen). Das einzige woran man sich halten muss, ist dass man ein der höheren Macht geeignetes Leben lebt. Im Fall der katholischen Kirche und vermutlich auch bei vielen anderen Religionen sind die Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit durch den menschlichen Einfluss derart unscharf geworden, dass es einem entweder unmöglich ist, so ein Leben zu führen oder man (und das ist meine Meinung) sich in seinem Leben danach richtet, anderen Menschen/Lebewesen zu schaden.

Doch wenn man kein „Guthaben“ mit auf die Reise in das „was danach kommt“ mitnehmen kann, lohnt es sich denn überhaupt, nach irgend etwas zu streben? Wie heißt es doch so schön in Das Leben des Brian:

Das macht doch alles wesentlich einfacher, findest du nicht? Ich meine, was hast du schon

zu verlieren? Du weißt, du kommst aus dem Nichts und du gehst wieder ins Nichts zurück.

Was hast du also verloren? NICHTS!

(http://members.chello.at/wo/das_leben_des_brian.htm)

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass man sein Leben nicht so sehr von „äußeren Zwängen“ bestimmen lassen sollte. Mehr Mut zum Risiko, das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Man kann ja doch nicht verlieren:)

p.s.: Puh, bei einem so deprimierenden Thema gerade noch die Kurve gekriegt…

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