Monatsarchiv für Oktober 2007

Bahntastisch

Sonntag, den 14. Oktober 2007

Ich habe es geschafft. Nachdem die Durchsage nur den Anschluss nach Lüneburg bestätigte, hat die Schaffnerin gemeint, dass alle Anschlüsse erreicht werden. Wenn Sie der Meinung gewesen ist, daß nach Lübeck sowieso keiner wollte, dann sollte sie sich mal den überfüllten Zug anschauen.

Mir egal. Ich sitze sogar. Wenn man etwas mehr Mut aufbringt kann man den einen oder anderen Sitzplatz noch durch nettes Nachfragen bekommen:

A: Darf ich Sie hochstellen?
B: Sie meinen doch doch sicher meinen Koffer.
A: Ja, ich rede mit Ihrem Koffer, denn ich muss ja davon ausgehen, dass Sie nicht auf den Gedanken kommen würden, den Koffer hochzustellen. Also versuche ich es bei Ihrem Koffer, vielleicht ist der ja einsichtiger.

Ich saß mal in nem Zug von Berlin nach Hamburg, wo ich einer Frau den Koffer hochgestellt und auch wieder runtergehohlt hätte. Sie hat verzichtet mit der Bemerkung: "Da könnte ja jemand verletzt werden und das könne sie nicht verantworten." Heut bin ich klüger und würde vorschlagen, den Koffer direkt aus dem Zug zu entfernen, damit sich nicht jemand beim vorbeigehen verletzt.

Ach. Und ich bin dafür, dass Fluglinien das Handgepäck im Zweifel auf die zugelassene Handgepäckgröße pressen, sonst bleibt die ganze Handgepäckgeschichte sinnlos und bevorteilt nur Menschen mit vermindertem Unrechtsbewustsein. Was ich da schonals Handgepäck gesehen habe übersteigt oft mein Reisegepäck für 3 Wochen Urlaub.

Bin ich gereizt? Möglich.
Ist das schlecht? Sicher nicht.

 

 

Das Dauer-Spezial der Bahn

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Einöde

Sonntag, den 14. Oktober 2007

Der Zug hat “wegeb Verzögerungen im Betriebsablauf” Verspätung. Nun habe ich die Wahl, daran zu glauben, dass die Verspätung nicht dazu führt, meinen Anschluss in der Weltstadt Büchen zu verpassen oder auf Nummer sicher zu gehen und den Zug über Hamburg zu nehmen.

Büchen bedeutet immerhin einen Aufenthalt von zwei (in Worten 2 (danke MAD)) Stunden. Wenn ich Glück habe. Dann kann ich mir die Zeit im Bahnhofscafe vertreiben. Uiii. Ich vergaß, Büchen hat sowas ja nicht. Büchen ist die totale Einöde. Mich wundert, dass sich auf dem Bahnhof nicht schonjemand das Leben genommen hat, weil er im Transit stecken geblieben ist.

Ich hatte mal einen sehr spannenden Aufenthalt mit einem anderen Fahrgast, in dem wir das einzige in Laufweite befindliche Lokal aufgesucht haben und mit den mageren Barreserven (“Karten nehmen wir nich…”)bei einer Cola und einem Tee eine Stunde verbracht haben.

Heute hätte ich mehr Geld dabei, aber noch weniger Lust dazu. Drück ich mir mal die Daumen.

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Gefährliche Kartoffeln

Freitag, den 12. Oktober 2007

Ein alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in der Nähe von New York. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Er schreibt eine Email an seinen Sohn und erklärt ihm das Problem:

"Lieber Ahmed, ich bin sehr traurig, weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärest, du könntest mir helfen, und könntest fur mich den Garten umgraben. Ich liebe dich. Dein Vater."

Am folgenden Tag erhält der alte Mann eine Email:

"Lieber Vater, bitte berühre nicht den Garten. Dort habe ich *die Sache* versteckt! Ich liebe Dich auch. Ahmed."

Um 4 Uhr morgens kommen die US Army, die Marines, das FBI, die CIA und die RANGERS zum Haus des alten Mannes. Sie suchen überall, nehmen den ganzen Garten auseinander, suchen jeden Millimeter ab, aber finden gar nichts. Enttäuscht gehen sie weg.

Am folgenden Tag erhält der alte Mann wieder eine Email vom Sohn:

"Lieber Vater, ich hoffe, dass der Garten mittlerweile umgegraben ist und Du die Kartoffeln jetzt pflanzen kannst. Mehr konnte ich für Dich nicht tun. Ich liebe Dich. Ahmed."

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Redundanz schafft Arbeitsplätze

Freitag, den 12. Oktober 2007

André Männicke

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Überversichert

Freitag, den 12. Oktober 2007

Stehe vor einem Plakat der Postbank: “Deutschland macht einen Haken an die Altersvorsorge.”

Nachdem mir so auffällt, das die Schatten irgendwie komisch ausschauen und beim Retuschieren hier und da mal etwas viel weggeschnitten wurde, sehe ich ein Gesicht doppelt. Und noch eins..

Vielleicht ist das ein Suchbild. Oder man möchte sehr subtil auf das Thema Überversicherung aufmerksam machen.

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