Monatsarchiv für Januar 2007


Selbstorganisation in komplexen Prozessen – Teilprozesse

20.01.2007 20:44

Im letzten Teil habe ich beschrieben, wie sich einfachere Prozesse organisieren. Was ist aber mit komplexeren Prozessen?

Mikro-Mikrokosmos

Da greifen wir mal auf ein Beispiel zurück, was jedem bekannt sein dürfte. Wir organisieren eine Party.

Auch hier wieder: Problembeschreibung: Ich möchte eine Party organisieren (sehr einfache Problembeschreibung für ein komplexes Problem (wie komplex weis jeder, der schon mal eine organisiert hat)). Man kann eine Party selbst organisieren. Wenn man Glück hat, hat man Freunde, die einem helfen.

Eine Party organisieren kann jedem leicht über den Kopf wachsen. Man versucht in so einem Fall das große Problem in viele kleinere (wichtig: kleinere und nicht kleine, es ist da noch nicht zu Ende) Probleme zu zerlegen (Getränke besorgen, Salat machen, Schlafplätze organisieren).

Auch da fällt wieder auf, das auch die kleineren Probleme durchaus einfach gehalten sind. Wenn man dann noch auf Hilfe in Form von Freunden/Bekannten zurückgreifen kann, wird man versuchen, die verschiedenen Aufgaben an entsprechende Personen zu deligieren. Dabei können das durchaus auch mehrere sein. Wichtig ist in diesem Fall auch wieder das Ergebniss, also das Einhalten der Schnittstelle. Jetzt stellt man fest, das z.B. keine Getränke besorgt werden können, weil z.B. der Supermarkt nicht das entsprechende Bier hat. Da kann kurzerhand umorganisiert werden und z.B. es wird anderes Bier gekauft oder zur Not Wein aus dem Keller geholt.

Lessons learned

Komplexe Prozesse kann man in kleinere Probleme zerlegen und diese Prozesse dann deligieren. Dabei ist wieder nur die Lösung im Sinne der Schnittstelle interessant. Im Falle einer Eskalation ist es einfach, Prozesse abzuändern oder neue Prozesse aufzusetzen. Wichtig bei alle dem ist die Definition der Schnittstelle und deren Einhaltung sowie die Verlagerung der Verantwortung und der Entscheidungshoheit.

Was bedeutet das alles?

In komplexen Prozessen ist es notwendig, Probleme in Teilprobleme zu zerlegen und diese dann entsprechend abzuarbeiten. Diese Methode sorgt für überschaubare Prozesse. Für den Fall, das die Umsetzungsgeschwindigkeit relevant ist, kann man auf das Delegieren zurückgreifen. Außerdem führt diese Methode zu selbstoptimierenden Prozessen.

Wenn Sie also eine Party organisieren, machen Sie es einfach wie immer, wenn Sie z.B. aber Software entwickeln, dann machen Sie eine Party draus, vertrauen Sie ihren Freunden. Das Leben wird so viel einfacher und entspannter, ihre Freunde werden um so mehr Spass haben, um so größer ihre Freiheit ist. Sein Sie kein Kontrollfreak und entspannen Sie sich. Alles wird gut. Vielleicht nicht gleich bei der ersten Party, aber bei der zweiten bestimmt. Und wenn es dann ihre 10. Party ist, dann machen Sie es vielleicht bereits so gut, das andere nachfragen, ob Sie die nicht auch eine Fremdparty organisieren wollen.

Sagen wir es in Anlehnung an Linus Torwald: Not just for Fun, but with fun. 

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Selbstorganisation in komplexen Prozessen

20.01.2007 20:26

Das Leben ist kompliziert. Niemand würde dafür ein Modell entwickeln und Prozesse beschreiben. Und obwohl es keine übergreifende Prozessdefinition gibt, scheint es zu funktionieren. Warum?

Mikrokosmos

Betrachten wir das Leben im kleinen. Die Probleme werden überschaubarer, Prozesse werden sichtbar.
Ein Beispiel: Ich habe Hunger und brauche etwas zu Essen. Ich kann mir was zu essen kaufen. Ich benötige dafür Geld. Außerdem muss ich wissen, was ich kaufen möchte und anhand dessen eine Auswahl darüber treffen, wo ich einkaufen gehe.

Dieser Vorgang ist jedem klar und geläufig. Trotzdem beinhaltet dieses Beispiel doch viele interessante Aspekte, die für das Thema von entscheidender Bedeutung sind.

Aspekt: Prozessbeschreibung

Die Prozessbeschreibung für das Lösen des Problems "Ich habe Hunger" lässt erkennen, das es mehr als eine Lösungsmöglichkeit für das Problem(Einkaufen, Restaurant, Früchte sammeln) gibt. Dabei hängen an jeder Lösungsmöglichkeit entsprechende Rahmenbedingungen(Supermarkt sollte geöffnet sein) und Aufwände(ich benötige Geld oder Gummistiefel(Früchte sammeln)).

Aspekt: Schnittstellenbeschreibung

Das wird man normalerweise für so ein Problem im Leben selten so definieren, allerdings ist die Problemdefinition ausreichend für eine Schnittstellenbeschreibung. Die Schnittstelle im genannten Beispiel ist wie folgt definiert: Wenn ich Hunger habe, benötige ich etwas zum essen. Das mag einem jetzt vielleicht etwas grob erscheinen, gerade weil einem vielleicht schon die eine oder andere Einschränkung einfällt. Allerdings sollte man sich nicht dahingend täuschen lassen, das eine detailiertere Beschreibung zu einfacheren Prozessen führt.

Aspekt: Delegierbarkeit

Mit der Problembeschreibung und einer Lösungsalternative kann man diese Aufgabe natürlich an jemanden delegieren. Das kann man ohne jede weitere Dokumentation. Wenn man die Lösungsalternative weglässt, reduziert sich die eigene Verantwortung auf die Definition der Schnittstelle und die Verantwortung für die Umsetzung wird mit deligiert.

Aspekt: Skalierbarkeit und Prozessoptimierung

In diesem Beispiel kann man die Lösung hervorrand skalieren. Mann muss einfach nur genügend Menschen (ich gehe jetzt hier mal davon aus, das Menschen dafür zur Verfügung stehen, möchte es aber in keiner Weise darauf eingrenzen) damit beauftragen.
Wenn man den Auftrag ausreichend oft erteilt, wird der jenige, der den Auftrag dann häufig ausführt, irgendwann automatisch seine eigenen Prozesse optimieren. Das liegt zum einen in seinem eigenen Interesse und zum anderen (und das darf man nicht vergessen) auch in seiner eigenen Verantwortung.

Aspekt: Entwicklung

Im laufe der Zeit wird man feststellen, das man vielleicht mehr Kontrolle darüber haben möchte, welches Ergebniss man erhält (z.B. das man gerade lieber herzhafte Nahrung haben möchte). Das wird dazu führen, dass man die Schnittstellendefinition einengt. Das macht man automatisch soweit wie nötig. Sie können den Unterschied leicht feststellen, wenn Sie im Restaurant jemandem zusehen, der das Essen auf der Karte in Details abändern möchte ("Bitte keinen Reis, ich hätte gern Pommes. Und könnten Sie die Tomaten weglassen?").

Lessons learned

Mit einer einfachen Problembeschreibung ist es möglich, Prozesse anzustoßen, die das Problem lösen und sich dabei selbst optimieren. Des weiteren wird die Problembeschreibung immer wieder angepasst und entspricht so nach jedem Entwicklungszyklus automatisch dem letzten Erkenntnisstand. Trotzdem bleibt die Beschreibung so schlank wie möglich.

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Sie haben schlechte Karten, bitte rufen Sie an!

19.01.2007 23:11

Es ist selten, das ich mal auf Sendern hängen bleibe, die sich damit beschäftigen, sich die Leichgläubigkeit der Menschen in barer Münze auszahlen lassen.

Keine Ahnung, wie das gerade heißt, aber neben Olga, Natascha, Sabrina gibt es noch eine PC-Astro-Beratung, bei der alles irgendwie gut ausschaut. Standardantwort der Anrufer: "Aha, aha.".

Interessant an der Show: die doch sehr präzisen Angaben. "Ihr neuer Job dann im Mai und dann aber mit wenig Stunden anfangend", "Also ihr Mann, wird alles gut. Entschuldigung, das ich so direkt bin. Bitte nicht übel nehmen, aber das war ein rein sexuelles Problem."

Klick klick klick, die Geburtszeit, Geburtstag und Wohnort und schwupps ein so genauen Zukunftplan, wie sie es selbst nicht hätten besser planen können.

"Monika, ich brauche aber eine genaue Uhrzeit. Währen Sie mit 15:00 einverstanden? Sie bekommen Krebs und sind morgen tot. Ups bin verrutscht, ne ne, Sie werden im Sommer jemand kennenlernen."

Schön auch: "Wählen Sie sich schon immer WÄHREND der Beratung ein."

Oder: "Telefonnumer abschreiben und zur Seite legen, weil man nie weiß, wann man das brauchen kann,… nach dem aufstehen, am Abend…"

Toll auch die anderen Berater: Ich bin Olga/Sabrina/Lorelei …. , ich habe Engelskontakte/Jenseitskontage bin Hellseher/Medium und lege Mickeymousekarten oder sonstigen Unfug, sehe natürlich aus wie die Hexe von Hänsel und Gretel. Aber egel, hauptsache Sie rufen an. Ich ziehe mich nicht aus.

"Guten Abend, wie kann ich Sie abzo… ähm beraten."

Wie sagt die eine gerade: "Dann gehen Sie raus." Äääh….

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Stürmische Bahnfahrt – Happy End

19.01.2007 07:54

Endlich da. Gegen 1:30 wurden wir freundlicherweise in der Frankfurter Allee abgeladen. Von da aus noch schnell ins Hotel. Kein Problem mit dem Zimmer 2:20 im Bett.

Bis dahin allerdings langsame Fahrt auf der Autobahn bis Ludwiglust, stürmische Fahrt bis Wittenberge, der Sturm verzieht sich. In Stendal brennt kein Licht, Stromausfall. Gebe der Mitfahrerin, die da aussteigen muss mein Feuerzeug mit Taschenlampe, damit sie überhaupt Licht hat.

Von Stendal nach Berlin eine landschaftlich schöne Strecke. Dummerweise ist es dunkel und das einzige was erhellt sind Blitze von oben und (wenn man zu schnell wäre) Blitze aus Blitzern, die häufiger als Kreuze an der Strasse stehen. Nach Berlin rein immer gerade aus. Sieht alles normal aus.

Alles im allen eine interessante Fahrt. Ich muss heut wirklich sagen: Danke Bahn, in meinem Fall hat das recht gut geklappt. Gute Nacht, ich müsste eigentlich erstmal schlafen.

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Stürmische Bahnfahrt – und es geht doch.

18.01.2007 19:30

Nun. Die Bahn hat es hinbekommen. Ich sitze in einem Taxi. Es geht in Richtung Berlin. Schaun wir mal, wie das wird. Es wird sicherlich etwas holperig.

Das Unwetter liegt wohk vor uns. Es wirbelt gerade in Mecklenburg Vorpommern. Aber bis jetzt sieht es ruhig aus.

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