Opensource Bananensoftware KDE

Den Begriff "Bananensoftware" kannte ich bisher nur aus dem kommerziellen Umfeld. Das Opensource-Projekt KDE hat es geschafft, das man auch mal im Linux-Umfeld das Gefühl nicht los wird, dass die Software beim Anwender reifen soll. Das ist unverständlich und hat mehr geschadet als genützt, auch wenn KDE 4.2 endlich wichtige Fehler beseitig. Die technischen Möglichkeiten sind sicher beeindruckend. Das hilft nur nicht, wenn man nicht mit einer gewissen Stabilität rechnen kann. Wenn man schon das Ziel Windows oder sogar MacOS hat oder sogar noch besser sein möchte, fängt es IMHO immer bei der Stabilität an. Da muss man Microsoft auch zugestehen, dass sie mit WindowsXP gelernt haben und ein stabiles System ausliefern. Es wäre erschreckend, wenn es die ersten Nutzer gibt, die sich fragen, wie sie von Linux auf Windows wechseln können.

Das kann man besser.

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6 Reaktionen zu “Opensource Bananensoftware KDE”

  1. Daniel

    > Das kann man besser.

    Wer ist man? Und wie kommst du darauf, dass es so einfach ist? Waere es kein Problem, waere “man” den Weg auch gegangen. Jeder hasst Bananansoftware. Aber in bei Open Source heisst es auch “release early, release often”, denn sonst benutzt es keiner, und wenn es nieman benutzt, verbessert es keiner. Die Welt ist leider immer etwas komplizierter, als man es gerne haette.

  2. Stephan

    Hallo, Daniel,

    das kann man aber auch genau umdrehen. Gerade weil man so oft ein Release schiebt, kann man dann ja viele Fehler beseitigen. Häufiges Deployen führt manchmal auch in die verkehrte Richtung. Ich nutze KDE schon recht lange und es war deutlich stabiler, als man nicht versuchte, Suse rechts beim Updaten zu überholen. Ich habe durchaus Respekt vor der Leistung, KDE völlig neu zu designen, aber erst die 4.2 ist eine Version, mit der sich halbwegs arbeiten lässt. Aber eben nur halbwegs.

    Gruß
    Stephan

  3. zypral

    Ich kann mich da Daniels Meinung nur anschließen. In meinen Augen ist die Veröffentlichung von KDE zum richtigen Zeitpunkt erfolgt. Es gibt bis heute User, die nicht verstehen (wollen) wofür KDE 4.0 gedacht war oder welchen Zweck es erfüllen sollte.

    Bei Windows und Mac OS X bezahlt der Anwender direkt für die Software. Da möchte man auch erwarten das alles reibungslos läuft, was trotzdem nicht immer der Fall ist.

    Persönlich nutze ich KDE 4 seit der Version 4.1.0 und kann mich nicht über mangelnde Stabilität beklagen. Außerdem ist es nicht immer ganz unerheblich welche Distribution man nutzt bzw. was diese letztendlich aus KDE macht.

    MfG

  4. Painkiller

    …sprach der Top-Entwickler.

    Wenn man ignoriert, dass 4.0 als Entwicklerversion und 4.1 als allmählich endanwendertauglich für ein kostenfreies Open-source-Projekt offiziell deklariert wurde, welches übrigens von der Mithilfe der Gemeinschaft bzw. Nutzer lebt, dann, aber auch nur dann kann meinen Deinen Ausschweifungen getrost Recht geben.

    Bei solchen Posts frage ich mich immer, warum man jede Meinung in einem Blog veröffentlichen muss um damit das Internet noch mehr zuzumüllen.

  5. michael

    Danke für die sehr breit gefächerten Antworten. Ich versuche mal alle irgendwie zu beantworten.

    Ich finde die Umbauarbeiten an KDE, die zur Version 4.x geführt haben, sinnvoll und das erreichte beachtenswert. Ich unterstütze auch den Ansatz, aktuelle Versionen so oft wie möglich in die Freiheit zu entlassen. Allerdings ist es mir immer wichtig, dass diese Versionen fast so stabil laufen müssen, wie die stabilen Versionen davor (sonst macht diese Veröffentlichungstrategie wenig Sinn).

    Das sich das KDE-Projekt mit den Versionen vor 4.2 keinen Gefallen getan hat, kann man nicht nur in diesem Blog nachlesen.

    Das Argument, das OpenSource “nichts kostet” und man deshalb kein “einklagbares Recht” auf Stabilität oder Funktionen hat, steht im Widerspruch zur Argumentationskette, die gerade für den Einsatz von OpenSource-Produkten wirbt. Man kann sich nicht auf die Fahnen schreiben, dass man besser sein möchte als kommerziell vertriebene Software und sich dann darauf zurückziehen, dass man für “umsonst” nichts erwarten kann.

    OpenSource Projekte wie KDE sind erst endanwendertauglich, wenn sie einfach funktionieren. Fehler passieren hier wie da, aber gerade von einem Desktop erwarte ich, dass er an sich stabil läuft. Ich kann Nutzer verstehen, die dann vom KDE-Projekt enttäuscht sind. Sicherlich hat die eine oder andere Distribution dazu beigetragen, dass eine Testversion beim Endkunden ankommt. Aber wie ich bereits oben erwähnte, sollte das kein so großes Problem verursachen.

    danke:)

  6. Schiwi

    Wenn dir Stabilität so wichtig ist, hättest du bei KDE3.5 bleiben sollen,
    neue Funktionen beinhalten immer das Risiko neuer Fehler…
    Ausserdem waren KDE4.0 und 4.1 noch gar nicht für den Endanwender/Windowsumsteiger gedacht, wer die Version trotzdem installiert darf nicht erwarten das sofort alles perfekt läuft…
    Find ich total unverständlich wie man einen solchen Mist bloggen kann…

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