Archiv der Kategorie ‘Social Networking‘

Twitter kills the Radio- ähm… Blog-Star?

Montag, den 14. Juni 2010

Meine Blogbeiträge haben in den letzen Jahren stark abgenommen. Das lag nicht an zu wenig Freizeit, sondern vor allem an der intensiven Nutzung von Twitter. Da ich aber meinen Blog nicht durch meine Tweets verschmutzen wollte, fehlt irgendwas. Ich muss mir wohl mal ein Programm zulegen, dass bei kurzen Texten ein Tweet erstellt und bei langen Texten ein Blogbeitrag draus macht.

Was für mich auch nach mehreren Monaten immer noch faszinierend ist, ist die unglaubliche Bandbreite an Informationen, die ich über Twitter bekomme. Würde ich bei Twitter nicht wenigstens lesend teilhaben, hätte ich wichtige gesellschaftliche, technologische und soziale Trends einfach nicht mitbekommen.

Insofern erfüllt sich zumindest für mich meine Voraussage, dass der nächste Schritt der menschlichen Entwicklung im Bereich Kommunikation zu suchen ist. Irgendwann kann eine relevante Information eines einzelnen Menschen alle Menschen erreichen. Das Potential, aber natürlich auch das Risiko, die Gefahr des Mißbrauchs ist unbeschreiblich groß. Ob wir als Menschen mit soviel Verantwortung umgehen können, muss bezweifelt werden. Aber vielleicht besteht Hoffnung.

Bezahlcontent scheitert am Bezahlen

Freitag, den 7. August 2009

Manchmal fühle ich mich alt. Zum Beispiel dann, wenn die Sau „Bezahlcontent“ durch das virtuelle Dorf getrieben wird. Ich erinnere mich eben nicht mehr ganz genau wie das damals war, weil es auch schon eine Weile her ist. Aber da war der Glaube an bezahlte Inhalte im Netz ähnlich groß wie heute und die Abhängigkeit zu den etablierten Medien und Verwertungsgesellschaften wesentlich höher als heute. Und schon damals hat es irgendwie nicht funktioniert.

Ich könnte jetzt einen Beitrag zusammen zimmern, der mit „Analyse“ überschrieben wäre und auf mehreren Seite darlegt, warum das nicht funktionieren möchte. Aber der Grund war damals und wird es auch dieses Mal wieder ein sehr einfacher sein: wenn das Bezahlen nicht einfach genug ist, dass es auch jemand macht, dann wird auch keiner bezahlen. Und wenn keiner zahlt, dann kann man auch nichts verkaufen.

Entweder ist es an mir vorbei gegangen und das Thema Micro-Payment wurde tatsächlich gelöst, weshalb man ein zweites Mal jubelnd diesen Weg nachrennt oder man ist tatsächlich der Meinung, dass man a) wesentlich mehr als „Micro“ verlangen kann oder b) glaubt, dass jemand so wagemutig ist, im Voraus zu zahlen.

Hoffnung

Aber selbst wenn wir nicht so pessimistisch sind: Wenn ich für einen Beitrag etwas gezahlt habe, schafft es dann das Medium, dass ich dann wenigstens von diversen anderen Versuchen damit Geld zu verdienen verschont bleibe? Wir dann der Spiegel wieder Klickstreckenfrei? Hört dann die Durchmischung von redaktionellen Inhalten und Werbung auf? Nimmt dann die Qualität der Berichterstattung wieder zu?

Realität

Im Moment geht bei mir nicht nur der Fernsehkonsum, sondern auch der Nachrichtenkonsum zurück oder besser, sucht sich neue Wege. Mein wichtigster Kanal für Neuigkeiten sind im Moment die ganzen Menschen, denen ich per twitter folge und so neben Blogs eigentlich nichts wichtiges verpasse. Die Anzahl der guten Blogbeiträge liegt ähnlich hoch wie die Anzahl der guten Beiträge auf den eigentlichen Nachrichtenkanälen. Wenn diese dann auch noch Geld verlangen würden, müsste man mir wirklich einen Artikel empfehlen, damit ich mir die Mühe mache, den Bezahlprozess anzusehen. Wenn dieser dann nicht vollkommen schmerzfrei ist, dann wird mein Geld wohl bei mir bleiben.

Viele Frage, vor allem viele alte Fragen ohne das sich in der Zeit dafür Antworten gefunden hätten. Aber ohne diese Antworten bleibt das Geschäft mit dem Bezahlcontent wohl nur ein Wunschtraum.

p.s.: Danke dass Sie mit ihrer wertvollen Zeit gezahlt haben. Ich hoffe, mein Beitrag stand dazu in einem guten Verhältnis.

Endlich: Pluginsammlungen für Firefox

Mittwoch, den 10. Juni 2009

Ich habe eine Liste interessanter Plugins, die ich zum Entwickeln von Webanwendungen benutze. Bisher gestaltete sich der Austausch über die interessanten Plugins eher schwierig. Durch ein neues Plugin, kann man jetzt seine Lieblingsplugins in Listen verwalten und anderen zur Verfügung stellen. Großartig… das habe ich immer schon vermisst. Also einfach meine Liste abbonieren (dazu das Plugin auf der Seite installieren) und schon geht es los.

https://addons.mozilla.org/collection/mosmann-web-development

Google Wave – wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Freitag, den 29. Mai 2009

Ich lasse mich gern überraschen, vor allem dann, wenn es etwas ist, worüber ich/man sich freuen kann. Google Wave ist so etwas. Die Frage, die man sich stellte, lautete:

“Wave is what email would look like if it were invented today.”

Das ist in der Tat eine gute Frage und ich finde, die Antwort auch schon sehr nett. Aber die richtige Frage wäre gewesen:

Wie möchten wir heute kommunizieren?

Und da ergeben sich doch schon ein paar andere Antworten, die weit über das hinausgehen, was man mit Google Wave anbieten kann. Wenn ich blogge, dann kommuiziere ich, wenn ich etwas in 140 Zeichen quetsche, dann ist das ebenso Kommunikation. Wir wären heute technisch in der Lage unabhängig von unserer Position auf diesem Planeten mit jeder Person aus unserem Umfeld (und das ist sozial und nicht geografisch gemeint) in Kontakt zu treten. Der Unterschied liegt in der Erreichbarkeit und der Bandbreite der Kommunikation. Alles andere ist uninteressant.

Da könnte man doch viel mehr machen, als ein Email 2.0. Da geht es um solche Fragestellungen wie: Wie kann ich einfach eine oder mehrere Personen auswählen? Wie interagiert Erreichbarkeit mit Dringlichkeit? Wie kann ich das Thema „Roaming“ elegant lösen?

Wenn diese Fragen gelöst sind, dann wird man sowas wie Email emulieren können (als Migrationspfad für den menschlichen Verstand). Es wäre doch aber unglaublich spannend, wenn zur direkten Kommunikation mit Menschen in unserem Umfeld (also 0 bis 20 Meter (oder wenn jemand lauter schreien kann)) diese Form noch dazu kommen würde.

Ich weiß, dass das nicht jedem schmecken wird, und man muss auch nicht alles machen, nur weil man es kann. Aber die nächste Entwicklungsstufe der Menschheit liegt in der Kommunikation. Das merkt man schon daran, dass sich heute Macht zunehmend als „kann Einfluss auf Kommunikation nehmen“ definiert.

Jetzt noch ein verrückter Spruch: Lasst uns zu einem großen Cluster werden. Dann kommen wir als Menschheit sicher in die Top500, zumindest für einen kurzen Moment. :)

Mein Kommentar zu Qype

Donnerstag, den 26. Februar 2009

Das folgende habe ich bei Qype kommentiert und bin gespannt, ob Qype die moderierten Kommentare freigibt:

Ich kenne eure Seite schon seit langer Zeit. Ich habe sie im Verlauf der Jahre schätzen gelernt und mich z.B. an die Farben gewöhnt. Alt wirkte die Seite auf mich nie.

Als ich heute eure neue Seite besuchte, hab ich gedacht, ich hab die falsche Seite angesteuert. Und ich glaube, ich sehe das nicht alleine so.

Ich beziehe mich nur auf die Farben und das Logo. Das diese Veränderung viel mehr Auswirkungen auf die Nutzerakzeptanz als z.B. die neuen Funktionen hat, möchte ich dabei besonders betonen.

Kurz: dreht es zurück, wenn ihr könnt. Ich finde es wirklich furchtbar.

Alles Gute
Michael


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