Archiv der Kategorie ‘Wahnsinn‘

Frauengespräche

Donnerstag, den 11. Juni 2009

Frauen können ja den ganzen Tag reden. Also zumindest schaffen sie es offensichtlich von Hamburg bis Berlin. Bisher ohne Pause. Und dann leider auch mit einer Stimme, die sich direkt im Kopf als Bild manifestiert. Vielleicht stecke ich mir Kopfhörer ins Ohr… nein, das hat nicht geholfen.

Wo ist Erdnussbutter, wenn man sie mal braucht.

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Google Wave – wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Freitag, den 29. Mai 2009

Ich lasse mich gern überraschen, vor allem dann, wenn es etwas ist, worüber ich/man sich freuen kann. Google Wave ist so etwas. Die Frage, die man sich stellte, lautete:

“Wave is what email would look like if it were invented today.”

Das ist in der Tat eine gute Frage und ich finde, die Antwort auch schon sehr nett. Aber die richtige Frage wäre gewesen:

Wie möchten wir heute kommunizieren?

Und da ergeben sich doch schon ein paar andere Antworten, die weit über das hinausgehen, was man mit Google Wave anbieten kann. Wenn ich blogge, dann kommuiziere ich, wenn ich etwas in 140 Zeichen quetsche, dann ist das ebenso Kommunikation. Wir wären heute technisch in der Lage unabhängig von unserer Position auf diesem Planeten mit jeder Person aus unserem Umfeld (und das ist sozial und nicht geografisch gemeint) in Kontakt zu treten. Der Unterschied liegt in der Erreichbarkeit und der Bandbreite der Kommunikation. Alles andere ist uninteressant.

Da könnte man doch viel mehr machen, als ein Email 2.0. Da geht es um solche Fragestellungen wie: Wie kann ich einfach eine oder mehrere Personen auswählen? Wie interagiert Erreichbarkeit mit Dringlichkeit? Wie kann ich das Thema “Roaming” elegant lösen?

Wenn diese Fragen gelöst sind, dann wird man sowas wie Email emulieren können (als Migrationspfad für den menschlichen Verstand). Es wäre doch aber unglaublich spannend, wenn zur direkten Kommunikation mit Menschen in unserem Umfeld (also 0 bis 20 Meter (oder wenn jemand lauter schreien kann)) diese Form noch dazu kommen würde.

Ich weiß, dass das nicht jedem schmecken wird, und man muss auch nicht alles machen, nur weil man es kann. Aber die nächste Entwicklungsstufe der Menschheit liegt in der Kommunikation. Das merkt man schon daran, dass sich heute Macht zunehmend als “kann Einfluss auf Kommunikation nehmen” definiert.

Jetzt noch ein verrückter Spruch: Lasst uns zu einem großen Cluster werden. Dann kommen wir als Menschheit sicher in die Top500, zumindest für einen kurzen Moment. :)

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Edeka – die haben auch ihre Kunden gern

Mittwoch, den 20. Mai 2009

Ich habe gestern folgende Nachricht auf der Kontaktseite von Edeka hinterlassen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich durfte zufällig in einem Edeka-Markt in Baden-Württemberg ein Fruchtsirup von Darbo der Sorte Scharze Johannisbeer erwerben (http://www.darbo.at/uebersicht/sortiment/fruchtsirup/fruchtikus-sortiment.html)

Nun wohne ich in Lübeck und habe das gleiche hier leider ohne Erfolg versucht. Es würde mich (und vermutlich noch andere Kunden) doch sehr freuen, wenn sie neben den Marken Waldhimbeere, Schwarzer Holunder, Maraska Weichsel und Holunderblüten noch diese eine Sorte in das Sortiment aufnehmen würden. Es scheint ja nichts gegen den Hersteller und die Sorte zu sprechen.

Wenn Sie Lebensmittel so lieben, wie behauptet, dann werden Sie die Sorte gern in ihr Sortiment für meine Heimatregion aufnehmen, denn er schmeckt hervorragend (wie von Oma).

Besten Dank und mit freundlichen Grüßen
Michael Mosmann

Und heute kam prompt die Antwort. Es rief mich eine Mitarbeiterin von Edeka an und erklärte mir, das dieses Produkt nicht zum Standardsortiment gehört, sondern dass jede Filiale selbst entscheidet, was sie von diesem Produzenten aufnimmt. Aber in Lübeck gäbe es da auf alle Fälle die Filiale im Mönkhofer Weg, die mein Wunschprodukt im Sortiment hat. Alles sehr freundlich und nett. Da werd ich wohl heute noch vorbei fahren.

Die mögen nicht nur Lebensmittel, sondern auch ihre Kunden. Ich bin begeistert:)

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Wahnsinn Sperrverfügung

Montag, den 20. April 2009

Beim Thema Kinderpornographie kochen die Emotionen hoch. Das scheint auch der Grund zu sein, weshalb der Verstand da manchmal ein wenig zurück treten muss. Es freut, wenn jemand sich die Mühe macht, das Thema Kinderpornographie und Netzsperren umfassend und sachlich analysiert. Besser hätte ich es nicht erklären können: Verschleierungstaktik
- Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere
.

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So rot kann der Alarm gar nicht sein

Freitag, den 17. April 2009

Ich sah mich genötigt, auf folgenden Kommentar der Tagesschau zu Netzsperren und Kinderpornografie  zu Antworten http://www.tagesschau.de/inland/kommentar274.html. Meine Antwort habe ich an die Email internet@ard-hauptstadtstudio.de geschickt.

Sehr geehrter Herr Grabenheinrich,

das die Zahlen, die Sie erschreckend finden, jeder Grundlage entbehren, ergibt sich aus der Art und Weise, wie diese ermittelt wurden: als Hochrechnung anhand der Daten eines Servers in Schweden. Ich glaube, die Fehlerquote bei dieser Zahl liegt irgendwo bei +-450.000. Sie ist also weniger geeignet eine sachliche Diskussion zu führen. Aber daran möchte ich mich hier gar nicht weiter aufhalten.

Erschreckend für mich ist ihre Glaube, dass ein wie auch immer geartetes Stoppschild auf dem Rechner eines Nutzers erscheint und ihm erst dann klar wird, dass das kein “Kavaliersdelikt” mehr ist. Glauben sie ernsthaft, das mal ein Täter in die Kamera sagen wird: “Ach, dass ist strafbar? Hätte mir das mal jemand gesagt.” Die Konsequenzen, die jemandem drohen, der sich in dem Umfeld bewegt, sind heute schon gravierend, dass es eigentlich zur Abschreckung reichen müsste. Ich bin gespannt, wie das Stoppschild wohl aussehen wird, dass es all das übertrifft.

Aber, und hier bediene ich einen Vergleich, der, wie ich hoffe, die Absurdität dieses Vorhabens auch Ihnen verdeutlichen kann:
Netzsperren sind wie Stoppschilder im Straßenverkehr. Der Unterschied besteht darin, dass wir im Gegensatz zum Straßenverkehr nur Schilder aufstellen. Es gibt keine Geldstrafe und keine Polizisten. Und wenn jemand um das Schild herumfährt, sagt man halt: es sei ein technisch versierter gewesen, denn man nicht aufhalten konnte. Augen zu und durch.

Ich bitte Sie, nehmen Sie sich die Zeit und denken Sie in aller Ruhe darüber nach. Als Anregung kann ich ihnen auch noch folgende Artikel empfehlen:
http://mogis.wordpress.com/
http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-missbrauch

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619509,00.html
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619505,00.html

Mit freundlichen Grüßen
Michael Mosmann

p.s.: Ich habe diese Email auch in meinem Blog veröffentlicht: http://www.mosmann.de/blog/

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