Monatsarchiv für Januar 2009

Aus Fehler lernen wird überschätzt

Donnerstag, den 29. Januar 2009

Anders kann man sich nicht erklären, warum Großbritannien eine Kinderdatenbank aufbaut. Die Datenpannen in der Vergangenheit müssten eigentlich dazu geführt haben, das man solche Vorhaben argwöhnisch beobachtet und vielleicht auch erst einmal eine Absage erteilt. Aber dieses Inselvolk ist da offensichtlich Resistent gegen jeden Lerneffekt. Das sich die Befürchtungen bestätigen werden ist nur eine Frage der Zeit. Denn das Interesse nicht befugter Personen, sich auch "Teile eines Puzzles" zusammensetzen lassen wollen, dürfte groß sein.

Erschreckend ist aber nicht nur das Instrument sondern die generelle Entwicklung, die Großbritannien da seit mehreren Jahren durchläuft. IMHO ist das weit mehr als gesundes Mißtrauen, dass man sich da gegenseitig entgegen bringt. England ist auf dem besten Weg in eine geschlossene Anstalt.

Komisch diese Briten.

Blumen für Microsoft

Mittwoch, den 28. Januar 2009

Wer wie ich Webanwendungen entwickelt, wird sich ähnlich freuen, den Microsoft arbeitet intensiv daran, sich an Standards zu halten.Wenn sich der IE Version 8 dann großflächig verbreitet hat, kann man vielleicht die eine oder andere "Krücke" endlich abschalten, die notwendig war, damit es auch im IE gut aussah. Wenn dieser Schritt wegfällt, ist mein Leben wieder ein kleines Stück einfacher.

Denn man muss schon feststellen, dass während der Entwicklung von Webanwendungen vermutlich zu einem Anteil von über 90% der Firefox zum Einsatz kommt und danach geprüft wird, ob der IE nicht aus der Reihe tanzt. Das liegt wiederum in den wesentlich besseren Tools, die sich schön in den Firefox integrieren.

Ich hoffe, das Microsoft diesen Pfad weitergeht, bin aber gespannt, welche strategische Entscheidung dazu geführt hat. Im Zweifelsfall ist das nichts gutes, vorerst sehe ich es aber mal positiv.

Opensource Bananensoftware KDE

Dienstag, den 27. Januar 2009

Den Begriff "Bananensoftware" kannte ich bisher nur aus dem kommerziellen Umfeld. Das Opensource-Projekt KDE hat es geschafft, das man auch mal im Linux-Umfeld das Gefühl nicht los wird, dass die Software beim Anwender reifen soll. Das ist unverständlich und hat mehr geschadet als genützt, auch wenn KDE 4.2 endlich wichtige Fehler beseitig. Die technischen Möglichkeiten sind sicher beeindruckend. Das hilft nur nicht, wenn man nicht mit einer gewissen Stabilität rechnen kann. Wenn man schon das Ziel Windows oder sogar MacOS hat oder sogar noch besser sein möchte, fängt es IMHO immer bei der Stabilität an. Da muss man Microsoft auch zugestehen, dass sie mit WindowsXP gelernt haben und ein stabiles System ausliefern. Es wäre erschreckend, wenn es die ersten Nutzer gibt, die sich fragen, wie sie von Linux auf Windows wechseln können.

Das kann man besser.

Mit Mathe werden wir gewinnen – Terrorismus 3.1414926

Dienstag, den 20. Januar 2009

Wie ich kürzlich in den Nachrichten sah und sich jeder selbst auf Youtube (Das Rettungspaket für Deutschland) anschauen kann, droht man uns erneut. Interessanterweise untermauert man die "dramatische" Entwicklung mit Hilfe einer "anschaulichen" Kurve, die den Untergang des Abendlandes vorzeichnet. Dazu muss man aber in diesem wirren Text bis zu 9:38 vorspulen (es sei denn, man möchte sich die mit permanent wechselseitig erhoben Finger geführte "Kausalkette" anschauen).

Al Quaeda ist eine Funktion dritten Grades.

Und dann sieht man die Funktion: 1/3x^3+2^2+2x. So einfach ist das also. Mensch, da hätte man ja wohl auch eher drauf kommen können. Und dann wird der Westen gezeigt, der auch in diesem Konflikt ist. Und deshalb nimmt man die selbe Formel. Ohhhh nein. Ein Flüchtigkeitsfehler. Ich habe das Minus bei der Umstellung vergessen.. ah jetzt kommt eine vernünftige Kurve raus, die hier ganz klar zeigt, das wir (also die Al Quaeda) gewinnen werden.

Nach dem ganzen wirren Gestammel und dem lustigen Fingerspiel ist die Kernaussage dieser Videobotschaft (hört sich im englischen besser an):

We are right, because we used math.

Gut. Die Formeln sind zu einfach für einen Pisatest, aber immerhin eine Funktion dritten Grades. Ich kann mit nicht vorstellen, dass die Al Quaeda Absender dieser Videobotschaft ist. Wenn doch, dann habe ich keine Angst mehr (hatte ich davor auch noch nicht (Autofahren ist gefährlicher, und das mache ich jeden Tag)).

Wir machen sicher nicht alles richtig, aber das haben wir nicht verdient (auch schön)

Spass mit dem EeePC oder die Banane reift beim Kunden

Samstag, den 10. Januar 2009

Seit Dezember ist mein Frau stolze Besitzerin eines EeePC 900A. Es ist schon ein sehr schön handliches Gerät und die Freude war groß, als das Päckchen unter dem Weihnachtsbaum lag.

In der Grundinstallation ist sind viele spannende Anwendungen drauf. Dann kommt das Fenster "Softwareupdates" in den Blick und der Ärger beginnt. Die Aktualisierungen lassen sich nur zum Teil einspielen und schon einfache Systembefehle stürzen ab. Unzufriedenheit macht sich breit… so wanderte das Gerät zu mir, damit ich das Problem löse.

Einfacher gesagt als getan. Nach mehreren Schleifen aus Zurücksetzen in den Werkszustand und erneutem Probieren, Googlesuchen, einer Testinstallation von Ubuntu auf einer neuen SD-Karte und einer Neuinstallation von der Orginal-DVD, weiteren Googlesuchen fand ich dann irgendwann die Lösung (Forumsbeitrag). Und so geht es:

sudo bash
cd /tmp
wget http://update.eeepc.asus.com/p701/pool/perl-base_5.8.8-7_i386.deb
dpkg -i perl-base_5.8.8-7_i386.deb

Damit repariert man das fehlerhafte Perl-Paket in Xandros 1.6.1, das mit dem EeePC ausgeliefert wurde. Danach klappen alle weiteren Installationen und Updates problemlos.

Xandros Linux bekommt so nochmal eine Chance.

 


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