Monatsarchiv für November 2008

Spion in der Bahn

Donnerstag, den 27. November 2008

Industriespionage zu betreiben ist einfacher als Gedacht. Man setze sich in eine klassische ICE-Verbindung (z.B. morgens Hamburg-Berlin) und hat eine hervorragende Sicht auf so viele Firmenlaptops und interne Dokumente, dass man sich nur noch das Programm aussuchen muss.

Ein Herr von Vattenfall schaut seinem Kompaktlaptop zu, wie er so langsam hochfährt und die firmenseitig eingerichtete Infrastruktur ihren Dienst beginnt.Zwischendurch war Fahrscheinkontrolle und so langsam ist das Teil betriebsbereit. Aha.. Outlook. Firmenmails. Eine hervorragende Informationsquelle.

Wie würde ich das machen?

Nehmen wir mal an, sie haben ein Meeting mit einem potentiellen Auftragnehmer. Sie möchten wissen, ob sie in der Verhandlung ein gutes Angebot bekommen haben. Sie wissen, dass die anderen per Bahn anreisen.

Sie benötigen jetzt nur ein besonders geschulten Mitarbeiter, der sich an die Herren dranhängt und sich im ICE einfach in die Nähe setzt. Der Rest geschieht automatisch. Es wird so offen über der Grund, den Vetragspartner, das Meeting und den Geschäftserfolg oder das Risiko gesprochen, dass man nur noch ein Aufnahmegerät in der Tasche haben muss.

Interessanterweise höre ich in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln sehr viel weniger Firmeninterna, als das im ICE der Fall wäre. Und da man offensichtlich auch gern bei der Bahnfahrt Geld sparen möchte, sitzt man noch nichtmal in der ersten Klasse, sondern mitten drin.

Wer es jetzt richtig gut machen möchte, ordert auch schon mal das Taxi (bei einem bekannten Taxiunternehmer) und betreibt im Taxi als auch in der Bahn noch etwas Social Engineering.

Das eine oder andere oder sogar alles davon ist vermutlich illegal. Allerdings ist es wiederum so einfach, dass es mich wundern würde, wenn auf dieses Mittel nicht zurückgegriffen würde.

In der Bahn ist man nicht allein. Und die Welt ist klein genug, dass man sich mit einer ungeschickt geäußerten Information nicht nachhaltig schaden kann. Machen Sie es ihren Gegnern nicht zu einfach.

Bahnfahrspass

Donnerstag, den 27. November 2008

Der ICE nach Berlin ist so voll, das einige sogar stehen müssen. Allerdings scheinen nicht alle Sitze mit Reservierungen belegt zu sein, so dass die Strategie „Ich brauch keine Reservierung“ durchaus aufgehen konnte. Natürlich nur, wenn man schnell genug ist und nicht jemand vor sich hat, der wegen seinem eigenen durch eine Reservierung gesicherten Platz eher gemütlich zum Platz schlendert.

Tipp: Wenn Sie andere ärgern wollen, drängeln Sie sich am Einstieg so weit vor wie möglich und fangen sie nach dem Einstieg an, so gründlich wie möglich die Platznummern zu lesen. Wenn Sie das Gefühl verspüren, der hinter ihnen macht im übertragenen Sinne Lichthupe, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.

Re: Nachricht an die Außerirdischen

Donnerstag, den 13. November 2008

Sehr geehrter Herr Uri Geller,

leider konnten wir ihre Nachricht nicht verstehen. Allerdings glauben wir auch nicht, dass wir hier helfen können. Bitte unterlassen Sie es, uns weiterhin zu kontaktieren. Alle weiteren Nachrichten landen einfach im Spamfilter.

MfG
Die Außerirdischen

Uri Geller – hi did it again

Donnerstag, den 13. November 2008

Uri Geller sitzt gerade bei Raab und kündigt seine „Wir haben Kontakt zu Aliens“-Sendung von Sonnabend an. Allerdings erzählt er dabei wieder so viel unglaubliches Zeug, das es vermutlich auch Stefan Raab schwer fällt, sich nicht lustig zu machen. Die Klassiker sind auch dabei: Ölfund in Mexiko, vom CIA getestet, Ufo’s gesehen… der klassische Uri halt.

Erschreckend nur, das er zur Show am Sonnabend auch Dänicken angekündigt hat. Diese Konzentration von Übersinnlichen könnte eine Zeit-Raum-Krümmung hervorrufen. Ich muss mir dringend für Sonnabend einplanen.

Bahndurchsage mit Witz

Mittwoch, den 12. November 2008

Der Schaffner entschuldigt sich sehr ausführlich für den zu kurzen ICE und nennt die Gründe. Daran wäre nichts lustig, wenn nicht zwei mal während der Durchsage vermutlich ein Handy geklingelt und so das Intro von „Spiel mir das Lied vom Tod“ durch den ICE geschallt hätte.

Bahn fahren macht Spaß, man muss nur den selben Humor haben.


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