Monatsarchiv für August 2007

Alles schon gesehen

Dienstag, den 14. August 2007

Digitalfotografie wird zum Breitensport. Zumindest möchte man das meinen, wenn man immer häufiger Menschen beobachten kann, die bei jeder Gelegenheit die Kamera zücken um ein eigenes Bild vom Holstentor zu schießen.

Da kann man nur hoffen, dass der digitale Gedächtnisverlust im Sinne von fehlerhaften Festplatten, digitaler Unordnung oder überforderten Nutzern diese imense Bilderflut eindämmen kann. Denn gute Bilder sind trotzdem noch rar, doch wird es zunehmend schwerer diese in dem explodierenden Fotospam überhaupt noch warzunehmen.

Fotografieren ist auch mit einer Profiausrüstung mehr als nur auf den Auslöser drücken. Die technische Perfektion täuscht zu schnell über die inhaltliche Belanglosigkeit hinweg.

Doch alles hat auch eine gute Seite. Ich glaube, dass es noch unentdeckte Talente gibt, die jetzt überhaupt die Möglichkeit haben, sich auszudrücken. Vielleicht verliert dieses Hobby ja an Attraktivität, wenn man feststellt, dass man ohne Kamera richtig auffällig ist.

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Tausche Macht für Schuhe

Montag, den 13. August 2007

Ich hab mich mit einem Arbeitskollegen unterhalten, der meinte, dass er mit seiner Lebensabschnittsgefährtin (Lebensgefährte kommt von Lebensgefahr) zum Tanzen geht. Das Wort Wahnsinn lag in der Runde und so meinte der Kollege: “Das mache ihn auch wahnsinnig.” Als ich meinte, dass das doch wohl positiverer Wahnsinn sei, klang er nicht erwartungsgemäß begeistert. Er erzählte mir, dass er das mitmache, weil es seiner bessere Hälfte viel Spaß mache.

In den letzten Tagen musste ich wieder öfter drüber nachdenken, warum und was alles Männer für ihre Frauen so machen. Und dabei kommt man logischerweise zu dem Punkt, an dem man sich die unweigerliche Frage stellt, was denn passieren würde, wenn die Frauen mitbekommen würden, dass sie sich in einer unglaublichen Machtposition befinden.

Skeptikern sei gesagt, dass ich sehr wenige Fälle kenne, bei denen der Mann zumindest vorgibt (durch sein Verhalten in der Öffentlichkeit), dass er nicht “unterm Pantoffel” steht. Wie das dann hinter verschlossenen Türen aussieht ist gerade im zwischenmenschlichen Bereich durchaus abweichend. Üblicherweise ist es der Mann, der irgendwann im Zuge der unvermeidlichen Niederlage mit einem “Ja, Schatz. Du hast ja recht.” den Thron räumt.

Es muss angenommen werden, dass die öffentliche Demontage des männlichen Geschlechts nur aus Gründen der besseren (artgerechteren) Haltung bisher vermieden wurde. Denn es steht außer Zweifel, dass Frauen sich a) dieses Potentials bewusst sind und b) diese Macht auch zur Anwendung bringen könnten.

Dass sie es bisher nur für Schuhe und Taschen ausgeben, mag in Männeraugen als Zeichen von Schwäche erscheinen. In Wahrheit haben Frauen vermutlich sehr viel Spass dabei. Ich stelle mir gerade vor, ich könnte mir einen iMac mit einem Augenaufschlag als genehmigt anrechnen lassen. Toll:)

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Freitag, den 10. August 2007
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Donnerstag, den 9. August 2007
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Mittwoch, den 8. August 2007
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